Im Projekt GreenHyDAB wird ein innovatives Konzept zur direkten DC-Kopplung von Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern und Elektrolyseuren entwickelt, um die Produktion von grünem Wasserstoff effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Damit sollen die wachsenden Herausforderungen durch Netzengpässe und Abregelungen von PV-Anlagen überwunden werden, indem überschüssige Solarenergie lokal genutzt und die Notwendigkeit für teuren Netzausbau reduziert wird.
Der Fokus am Institut für nachhaltige Energiesysteme der Hochschule München liegt auf der Auslegung und Optimierung von galvanisch isolierten DC/DC-Konvertern sowie deren Steuerung, um eine flexible, effiziente und dezentrale Wasserstoffproduktion zu ermöglichen. Durch die Integration intelligenter Energiemanagementstrategien wird eine parallele Betriebsweise mit kommerziellen PV-Invertern sichergestellt, ohne deren Maximum-Power-Point-Regelung zu beeinträchtigen.
Das Projekt kombiniert analytische Modellierung, Systemsimulationen und Hardware-in-the-Loop-Tests, um die technische Machbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial der entwickelten Architektur zu validieren. Die Ergebnisse werden in Form von Prototypen demonstriert und durch KI-basierte Optimierungsverfahren kontinuierlich verbessert.
Ziel ist es, eine skalierbare Lösung für die Kopplung von PV-Systemen und Elektrolyseuren bereitzustellen, die die Effizienz steigert, Kosten senkt und die Integration erneuerbarer Energien in bestehende Netze erleichtert. Das Projekt GreenHyDAB leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung, zur Sektorenkopplung und zur Stabilisierung der Energiesysteme in Bayern und Queensland.
